
Die 6 Elemente rechtsextremer Ideologien |
Bei dem Völkischen Nationalismus wird die Nation als biologische Schicksalgemeinschaft definiert, als ein Kollektiv, in welches der Mensch hineingeboren wird und dessen Interessen über den Einzelinteressen zu stehen hätten. Die Begriffe Volk, Nation und Staat werden gleichgesetzt, was dann auch bedeutet, dass Nicht-Deutschen auch keinerlei Rechte zustehen.
Eine Definition von Rassismus fasste 1965 die UNO: In dieser Übereinkunft umfasst der Begriff jede Unterscheidung, jeden Ausschlus, jede Einschränkung oder Bevorzugung auf Grund von Rasse, Farbe, Abstammung, nationaler oder ethnischer Herkunft mit dem Ziel oder der Folge, die Anerkennung, den Genuss oder die Ausüberung der Menschenrechte und Grundfreiheiten auf gleicher Grundlage im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellem oder jedem anderen Bereich des öffentlichen Lebens aufzuheben oder zu behindern. Antisemitismus: Judenfeindschaft und Diskriminierung von Juden findet sich in Europa seit dem Mittelalter. Der traditionelle christliche Antijudaismus erfuhr im ausgehenden 19. Jahrhundert eine Biologisierung und wurde so zum Rassenantisemitismus. So wurden negative Vorurteile nicht mehr mit religiösen Motiven begründet, sondern Juden als Rasse definiert, die bestimmte negative Eigenschaften quasi durch Geburt haben. Konnten sich Juden früher vor allem durch Konversion zum Christentum vor Diskriminierungen schützen, so ließ der Rassenantisemitismus diese Möglichkeit nicht mehr zu. Die Nationalsozialisten machten den Rassenantisemitismus bzw. die Vernichtung der Juden zu einem integralen Bestandteil ihrer Programmatik. Eng im Zusammenhang mit den völkischen und rassistischen Argumentationsmustern der extremen Rechten steht auch die Übertragung vermeintlicher biologischer Gesetze auf dem Alltag. Allgemein als Sozialdarwinismus bezeichnet, geht diese Auffassung davon aus, dass die einzelnen Menschen sich in einem ständigen Kampf ums Überleben befänden, bei dem sich am Ende der Stärkste durchsetzen müsste. Diese plumpe Biologisierung des sozialen Zusammenlebens dient dann auch dazu, Gewalt gegen die „Schwächeren“ zu legitimieren bis dahin, ihre Vernichtung zu fordern. Wobei diese Unterscheidung in „lebenswert“ und „lebensunwert“ immer auch völkisch gedeutet wird, was impliziert, dass alles Fremde aber auch alles Schwache innerhalb des eigenen Volkes (Behinderte, politische Feinde, Homosexuelle) “auszumerzen“ sei. Der Autoritarismus beschreibt die Neigung, sich der Führung anderer bedingungslos zu unterwerfen und gleichzeitig selbst bedingungslos Herrschaft über andere auszuüben. Dahinter steht das Bild einer hierarchischen Gesellschaft, die von Führer-Gefolgschafts-Beziehungen geprägt ist und an deren Spitze ein diktatorisch herrschender „Führer“ stehen soll. Pro-Nazismus: meint die Verherrlichung des Nationalsozialismus und die Verharmlosung seiner Verbrechen. Er gehört zu den festen Bestandteilen rechtsextremer Ideologie. Immer wieder werden Versuche unternommen, historische Tatsachen umzudeuten oder zu leugnen, um so die Konsequenzen der eigenen Ideologie und ihrer politischen Ziele zu verschleiern. Dabei spielen Holocaustleugnung und die Betonung der deutschen Opfer im Zweiten Weltkrieg (Revanchismus) eine zentrale Rolle. Das Leugnen bzw. die Verharmlosung des Holocausts wird in Deutschland mit bis zu 5 Jahren Gefängnis bestraft. Daher versuchen Rechtsextremisten häufig, die entsprechenden Parolen hinter Codes und Symbolen zu verstecken. |
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